PRODUCTS Rucksacksystem Flink Immer den Rücken freihalten
04.02.2005, thm
Den Brand New Award der Winter Ispo 2005 in der Kategorie Accessoires erhielt ein innovatives Rucksackkonzept. Der Flink soll dem Rücken uneingeschränkten Bewegungsspielraum geben.
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Der Schweizer Jungdesigner Remo Frei und der Maschinenbau Ingenieur Curdegn Bandli präsentieren auf der Winter ISPO 2005 erstmals das neue Rucksacksystem Flink. Der mit dem Förderpreis der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (HGKZ) ausgezeichnete Rucksack Flink entstand als Diplomarbeit im Fachbereich Industrial Design und gehört zu den Gewinnern des Brand New Award bei der Winter ISPO 2005 in der Kategorie Accessories. Das Besondere an Flink ist ein neuartiges Tragsystem, welches sich besonders für bewegungsintensive Sportarten wie Snowboarding eignet. Das Geheimnis des Flink ist die Freiheit der natürlichen Bewegungsabläufe, die durch den Rucksack nicht behindert oder unterbunden werden.
Beim Freeriding sind Rucksäcke unentbehrlich, um die benötigte Ausrüstung zu transportieren. Allerdings leidet unter den herkömmlich konstruierten Rucksäcken die Bewegungsfreiheit. Besonders der Rücken und die Schultern unterliegen durch Hüft- und Tragegurte Einschränkungen. Dabei leiten Snowboarder die Schwünge durch eine Rotation des Oberkörpers ein. Der Kopf und die Schultern geben dem Rest des Körpers die Richtung vor, das Snowboard folgt dieser im Anschluss. Genau hier liegen die Stärken des Flink und seine Vorteile gegenüber normalen Rücksäcken.
Entstanden ist der Snowboard Tourenrucksack Flink in enger Zusammenarbeit mit Freeridern. Deren Feedback und Bedürfnisse flossen direkt in die Konstruktion der Prototypen und deren Weiterentwicklung ein und wurden bei fortwährenden Funktionstests bezüglich ihrer Tauglichkeit bewertet. Die endgültige Konstruktion nahm dann ihren Weg aus der Werkstatt in die Praxis, auf mehreren Snowboardtouren testeten die Entwickler zusammen mit Freeridern die Funktionalität. Die Teilnehmer äußerten sich durchweg positiv über die verbesserte Begungsfreiheit.
Die Entwickler führten eine Videoanalyse durch, um die Funktionsweise des Flink festzuhalten. Bei Drehungen des Oberkörpers bis zu 60 Grad bleibt der Flink Rucksack unverändert in der Ausgangsposition. Schwünge während der Abfahrt und Sprünge mit Rotationen können vom Snowboarder viel einfacher und Kraft sparender ausgelöst werden, da das Gewicht und Volumen des Rucksacks die Bewegungen nicht behindern. Beim Aufstieg hatten die Tester den Eindruck, dass sich die Schultern freier und leichter anfühlen. Die Gangart wird effizienter, die Schultern bleiben entspannt und die Kraft des Oberkörpers kann direkt auf die Tourenstöcke übertragen werden.
Durch das neuartige Tragesystem, bei dem die Schulterträger des Rucksackes dank einem Kugelgelenk (Bild rechts) frei beweglich sind, erhält der Träger des Rucksacks eine nahezu uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Der natürliche Bewegungsablauf soll erhalten bleiben, der Rucksack engt trotz seiner steifen Konstruktion nicht ein.
Die Stabilität des Flint stammt nicht aus einer innen liegenden Konstruktion wie sie bei vielen herkömmlichen Rucksäcken zu finden ist. Stattdessen liegt das so genannte Exoskelett außen, wodurch sich laut den Konstrukteuren weitere Vorteile ergeben. Die Außenschale garantiert eine stabile Befestigung von Ausrüstungsgegenständen. Gleichzeitig nimmt das Exoskelett die Funktion eines Protektors war. Sowohl empfindliche Gegenstände im Rucksack als auch die Wirbelsäule des Trägers sind bei Stürzen gegen Bruch und Verletzungen geschützt. Ebenfalls reduziert die Außenschale die Auflagefläche des Rucksackes auf wenige Punkte, so dass der Rücken optimal belüftet und überschüssige Wärme effizient abtransportiert wird.
Weiterführende Links
Die Website des Entwicklers Remo Frei: Designfrei.ch
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