Die Jungs werden wissen, dass das eine verwirrende
Erfahrung sein kann. Natürlich sind wir alle große Spezialisten und
wissen schon bestens Bescheid. Wer sich aber doch nicht ganz sicher ist,
liest einfach unsere Kaufberatung und kann auch noch das Gesicht wahren.
Gott sei Dank ist das Internet anonym und Ihr könnt hier heimlich Nachhilfe
nehmen. In unserem Buyer's Guide finden Greenhorns die sechs goldenen
Regeln des Shoppings.
1. Wissen ist Macht
Das gilt nicht nur für Reporter der Bildzeitung. Am besten versucht
ihr so viele Infos wie möglich zu sammeln, damit ihr möglichst
genau wisst, was Ihr wollt. Dazu reichen schon die Basics, also bin ich
Speedjunkie oder will ich lieber springen und jibben. Das grenzt die Auswahl
schon immens ein. Sehr nützlich sind die Websites der Hersteller, dort
wird ziemlich genau erklärt, welche Modelle für die verschiedenen
Einsatzbereiche entwickelt wurden. Vor allem solltet ihr darauf achten,
dass Ihr die richtige Brettlänge auswählt. Oder Ihr schnappt Euch
eine Person uneingeschränkten Vertrauens und schleppt sie mit auf die
Shopping-Tour.
2. Selbstfindung ist aller Anfang
Wer noch nicht weiß, was für einen Riding-Style er bevorzugt, kann
eigentlich nur eins machen, nämlich ein Board leihen.
Das ist letztlich die einzig seriöse Alternative für Anfänger.
Board und Boots gibt's für ungefähr 75 € die Woche. Statt
500 € für gekauftes Equipment zum Fenster raus zu werfen, kann
man mit dem Geld also ungefähr erst mal sieben Wochen mit Leihkram
boarden und in Ruhe zu sich selbst als Freestyler oder Carver finden. Gute
Shops verleihen auch Modelle der aktuellen Saison und wenn sie Euch gefallen,
kauft sie einfach anschließend. Die Leihgebühr wird dann natürlich
verrechnet.
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3. Nicht bei jedem Dealer Stoff kaufen
Mal abgesehen davon, welchen Typ von Brett man sich zulegen will, ist ja
auch noch der Händler deines Vertrauens zu finden. Absolut abzuraten
ist von Kaufhäusern, Skiläden, Bergsportgeschäften und dem
sogenannten Sportfachhandel. Hier ist meist nicht nur das angebotene Sortiment
beschränkt, sondern auch das Wissen der Verkäufer. Ist ja auch
klar, wenn man sich von Tennis über Jogging bis Fußball auskennen soll,
dass da Detailwissen auf der Strecke bleibt.
4. Achtung Dummschwätzer
Mit ein bisschen Ahnung merkt man auch schnell, ob man wirklich gut beraten
wird. Vor allem der Snowboard Fachhandel ist da zu empfehlen. Hier fahren
die Verkäufer in der Regel selbst und die Auswahl ist gut bis sehr
gut. Meist sind die Leute richtige Spezialisten mit jahrelanger Erfahrung
und haben die Bretter alle schon mal getestet. Da kann eigentlich nur noch
eins schief gehen: man versteht das Fachchinesisch nicht. Da hilft unbedingt
nachhaken und schon merkt man, ob nur Phrasen gedroschen werden oder wirklich
Know-How dahinter steckt. Dann bekommt man nämlich eine vernünftige
Erklärung.
5. Schweißfüße luftdicht verpacken
Das wichtigste Teil der ganzen Ausrüstung sind die Schuhe. Die perfekten
Schuhe zu finden, ist eigentlich extrem simpel. Die müssen nämlich
einfach nur passen. Das kann aber in echte Sisyphusarbeit ausarten. Füße
interessieren sich selten für Marken und tolle Zusatzfunktionen. Zuviel
Zeit kann man in den Schuhkauf nicht investieren, also ganz gemächlich
und ohne Termindruck in Ruhe anprobieren. Ganz banal, aber wichtig: immer
die Socken anziehen mit denen man später fährt. Die Ferse sollte
so gut wie keinen Bewegungsspielraum haben. Fußzehen haben's da besser,
die dürfen auf gar keinen Fall vorne anstoßen und brauchen Platz zum
Zappeln.
6. Gefrierbrand macht hässlich
Snowboard-Klamotten sind extrem wichtig, da Rider einen sehr intensiven
Kontakt mit ihrem Medium bevorzugen. Skioveralls (Igitt!) und ähnliches
sind daher richtig ungeeignet. Alle Einzelteile müssen dir natürlich
volle Bewegungsfreiheit lassen. Am besten machst du auf der Piste die Zwiebel,
d.h. mehrere Schichten übereinander anziehen. Das hält warm und
bietet Flexibilität. Taschen kann man übrigens nie genug haben,
man braucht doch einigen Schnickschnack über den ganzen Tag verteilt.
Aufmerksamen Zeitgenossen dürfte auch schon aufgefallen sein, dass
Frauen und Männer irgendwie anders sind. Die Mädels dürfen
sich inzwischen über eigene Kollektionen freuen, speziell für
die weibliche Anatomie geschnitten.
7. Stöbern macht klug
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